Diese Website ist ein privates, nicht-kommerzielles Online-Tagebuch mit lokalem Bezug.
Sie dokumentiert persönliche Beobachtungen, Eindrücke und Erfahrungen zu nächtlichem Lärm, wiederkehrender Vermüllung im unmittelbaren Umfeld
der Lindnerstraße und Fürst-Hardenberg-Allee in Dortmund.
Alle Inhalte spiegeln die subjektive Wahrnehmung des Betreibers wider
und stellen keine juristischen, offiziellen oder amtlichen Bewertungen dar.
Zitate und externe Quellen werden als solche gekennzeichnet.
Beobachtungen Dritter werden nach Angaben der Personen wiedergegeben.
Leben am Rand des Logistikparks – Eine dokumentierte Zustandsaufnahme
Dokumentationszeitraum: bis heute (2026)
„Nur wenig Anwohner“ – und trotzdem ein öffentliches Problem
Es ist 23:14 Uhr an einem Donnerstag. Vor der Einfahrt zum Betrieb von Renner-Niemietz Feuerschutz & Arbeitssicherheit steht ein 40-Tonner. Der Fahrer sitzt mit laufendem Motor im Fahrerhaus, das Fenster halb offen, Musik dringt nach draußen. Auf dem Gehweg: eine Plastikflasche, zwei zerknüllte Fast-Food-Verpackungen. Eine Nachbarin geht vorbei. „Das ist jeden Abend so“, sagt eine Frau mit müder Stimme. „Ich kann nachts nicht mehr schlafen.“
Hintergrund: Was ist das für ein Gebiet?
Das Gewerbegebiet an der Lindnerstraße ist in den letzten Jahren stark gewachsen. Logistiker und Autoumschlagplätze siedelten sich an, Lagerhallen entstanden, neue Einfahrten wurden gebaut.
Jeden Abend dasselbe Bild: Brummende LKWs, grelles Licht durch offene Türen, Stimmen in fremden Sprachen.
Die Anwohner im Misch- und Industriegebiet rund um die Fürst-Hardenberg-Allee und der Lindnerstraße in Dortmund-Lindenhorst fühlen sich seit Jahren im Stich gelassen.
„Das ist jeden Abend so. Wir können nachts nicht mehr schlafen.“ – Anwohnerin
Infrastruktur & Stellflächen im Straßenraum
Fürst-Hardenberg-Allee
Entlang der Fürst-Hardenberg-Allee stehen Parkbuchten mit einer maximalen Gesamtlänge
von 18,10 m zur Verfügung.
Demgegenüber stehen typische Fahrzeuglängen im Güterverkehr:
40-t-Sattelzüge: ca. 16,80 m Gesamtlänge
Sattelzugmaschinen mit Auflieger: ca. 17,80 m Gesamtlänge
LKW mit Anhänger: bis zu 24,00 m Gesamtlänge
Ergibt sich vielleicht auch daraus eine Diskrepanz zwischen vorhandener Infrastruktur und realem Fahrzeugbedarf?
Quelle: Eigene AufnahmeQuelle: Eigene AufnahmeQuelle: Eigene Aufnahme
Lindnerstraße
Entlang der Lindnerstraße existieren in einer Kurve grundsätzlich Parkmöglichkeiten.
Diese sind jedoch häufig durch abgemeldete Fahrzeuge oder augenscheinlich nicht mehr
genutzte bzw. beschädigte Fahrzeuge blockiert und stehen damit dem regulären Parkbedarf
nicht zur Verfügung.
Quelle: Eigene AufnahmeQuelle: Eigene AufnahmeQuelle: Eigene AufnahmeQuelle: Eigene Aufnahme
Der 'Autofriedhof' – Ein Ort ohne Regeln
Der „Autofriedhof“ – Ein Ort ohne Regeln, Beobachtung mindestens seit 2013:
Der weit über die Stadtgrenzen bekannte „Autofriedhof“ in Dortmund-Eving (Lindenhorst) erstreckt sich über ca. 30.000 bis 50.000 m² an der Fürst-Hardenberg-Allee und der Lindnerstraße. Was offiziell nicht als Umschlagplatz genehmigt ist, dient rund 30 Untermietern als Drehscheibe für den Import und Export: Regelmäßig werden hier kaputte Fahrzeuge abgestellt, die oft augenscheinlich nicht mehr betriebsfähig oder stark beschädigt sind und von meist osteuropäischen Autotransportern abgeholt. Es kommen natürlich auch viele einzelne Kunden per kleinem Autoanhänger.
Aber das eigentlich gewünschte Handwerk gibt es nicht.
Diese Nutzung steht, so wie ich den Bebauungsplan lese, im klaren Widerspruch zu den geltenden Vorgaben, die einen solchen Umschlagplatz an dieser Stelle nicht vorsehen. Aber man mag uns eines Besseren belehren. Die politischen Gremien über alle Parteigrenzen auf Bezirksebene hinweg sind anscheinend derselben Meinung, wie weiter unten nachzulesen ist.
Der Standort – günstig gelegen nahe der Autobahn A2 und somit auch nahe dem Kamener Kreuz – gilt als wirtschaftlich attraktiv. Doch mit dem Aufschwung kam auch der Verkehr. Nicht nur tagsüber rollen die LKWs, sondern zunehmend auch nachts.
Nicht zugelassene Fahrzeuge belegen Parkplätze mitunter über Wochen oder Monate und schränken deren Verfügbarkeit ein.
Das schreckt auch weitere Investoren ab.
Quelle: Eigene AufnahmeQuelle: Eigene AufnahmeQuelle: Eigene Aufnahme
Beobachtete Zustände (Dokumentation, ohne rechtliche Wertung):
- Unversiegelter Boden, auf dem Fahrzeuge mit Ölspuren abgestellt sind
- Keine erkennbaren Toiletten- oder Wasseranschlüsse
- Keine erkennbaren Entsorgungsmöglichkeiten für Abfälle
- Sickergruben vorhanden (nicht geprüft, ob genehmigt)
- Reparaturen unter freiem Himmel beobachtet
Die Umwelt leidet – und mit ihr die Nachbarschaft. Müll, Ölflecken, Fäkalien und Lärm sind täglicher Begleiter.
Ansässige Logistikfirmen
Die Verladeflächen der ansässigen Logistikunternehmen sind grundsätzlich ausreichend dimensioniert. Der An- und Abfahrtsverkehr der LKW erfolgt jedoch rund um die Uhr, auch an Wochenenden.
Nach Aussagen von Fahrern sowie aus Gesprächen mit Mitarbeitenden der Unternehmen dürfen LKW und Fahrer nach Abschluss des Ladevorgangs das Betriebsgelände häufig nicht weiter nutzen, unter anderem mit Verweis auf versicherungsrechtliche Gründe.
Für Fahrer, die beispielsweise am Freitag entladen und aufgrund gesetzlicher Ruhezeiten nicht weiterfahren dürfen, ergibt sich daraus eine konkrete Situation:
Abstellen der Fahrzeuge im öffentlichen Straßenraum
Versorgung über nahegelegene Einzelhandelsgeschäfte
Aufenthalt über längere Ruhezeiten, teils bis zu zwei Tagen
Da vor Ort keine sanitären Einrichtungen verfügbar sind und diese auf den Betriebsgeländen nicht genutzt werden dürfen, entstehen Begleiterscheinungen im öffentlichen Raum, etwa Müllablagerungen und Verunreinigungen.
Stimmen aus der Nachbarschaft
„Wir fühlen uns wie Anwohner zweiter Klasse.“ – Anwohnerin, Name anonymisiert
„Mein Sohn fragt nachts, ob der LKW ins Haus fährt.“ – Familienvater, Name anonymisiert
„3 Uhr morgens – immer derselbe Lärm.“ – Betriebsinhaber, Name anonymisiert
Was die Presse sagt
Die folgenden Inhalte stammen aus der
Berichterstattung der Ruhr Nachrichten
. Sie geben die Darstellung der Zeitung wieder und spiegeln nicht die persönliche Meinung des Seitenbetreibers wider.
Quelle: Ruhr Nachrichten vom 15.12.2014Quelle: Ruhr Nachrichten vom 21.12.2016Quelle: Ruhr Nachrichten vom 05. Juni 2020Quelle: Wahrscheinlich RN Datum 2021Quelle: Ruhr Nachrichten vom 06. Februar 2026
Zustand der Fürst-Hardenberg-Allee und der Lindnerstraße
Rund 20 Jahre nach der Umlegung eines Teils der Lindenhorster Straße sind an der Fürst-Hardenberg-Allee und der Lindnerstraße erste Instandsetzungsarbeiten erforderlich. Unterbleiben diese Reparaturen, drohen dem Steuerzahler in Zukunft deutlich höhere Kosten.
Quelle: Google Maps, mittlerweile ist dieser Teil repariert
Aus Perspektive der LKW-Fahrer
Viele Fahrer wollen nicht stören – doch legale Parkplätze fehlen. Vorschriften zwingen sie zur Pause, Infrastruktur gibt es keine. Wo verbringen sie ihre Notdurft?
„Ich würde ja woanders parken, aber es gibt hier nichts.“ – Fahrer (Polen)
„Wir müssen irgendwo schlafen – das ist unser Alltag.“ – Fahrer (Tschechien)
Die meisten Fahrer kommen aus: Rumänien, Litauen, Slowenien, Polen, Ukraine, Lettland, Niederlande usw.
Behördliche Reaktionen & politischer Stillstand
Die Stadt Dortmund kennt das Problem. Doch trotz jahrelanger Beschwerden der Bürger bleiben konkrete, nachhaltige Maßnahmen aus.
Beispiel: Meine Eingabe an die Stadt Dortmund (31.05.2016)
In einem ausführlichen Schreiben an den Rat der Stadt und die Bezirksvertretung Eving habe ich die unhaltbaren Zustände in der Fürst-Hardenberg-Allee und der Lindnerstraße geschildert.
Kernpunkte meiner Beschwerde:
Gefährliche Verladetätigkeiten: Autohändler nutzen den öffentlichen Verkehrsraum massiv für das Be- und Entladen von Autotransportern.
Sondernutzung ohne Genehmigung: Abgemeldete Fahrzeuge blockieren über Wochen öffentliche Parkplätze, was eine unerlaubte Sondernutzung darstellt.
Sicherheitsrisiko: Die Verladetätigkeit findet oft ohne ausreichende Absperrung in beide Fahrtrichtungen gleichzeitig statt.
Fehlender Versicherungsschutz: Ich habe die Verwaltung gebeten zu prüfen, ob für die nicht zugelassenen Fahrzeuge während dieser Tätigkeiten Versicherungsschutz besteht.
Reaktion der Verwaltung (Schreiben vom 09.06.2016)
Die Stadt bestätigte den Eingang unter dem Betreff "Verkehrssituation Fürst-Hardenberg-Allee / Lindner Straße".
Der Status Quo laut Stadt:
Die Eingabe wurde in der Sitzung der Bezirksvertretung Dortmund-Eving am 06.07.2016 behandelt.
Bürger haben das Recht, als Zuhörer an der öffentlichen Sitzung teilzunehmen.
Teilnehmer sind jedoch nicht berechtigt, das Wort zu ergreifen oder Einfluss auf die Verhandlungen zu nehmen.
Mein Fazit: Mehr als 10 Jahre nach diesen Bestätigungen hat sich an der tatsächlichen Situation vor Ort wenig geändert.
Immer wieder ist dieser Bereich Thema in der Bezirksverwaltung, wie zum Beispiel in diesen offiziellen Dokumenten nachzulesen ist:
Zuständigkeits-Vakuum: Polizei verweist oft ans Ordnungsamt; keine unmittelbare Straftat erkennbar.
Mangelndes Eingreifen: Abgemeldete Fahrzeuge werden häufig nicht kontrolliert.
Inkonsequente Kontrollen: Versprochene Kontrollen bleiben die Ausnahme (zuletzt am 24.07.2025 ein Fahrzeug abgeschleppt).
Ergebnislose Gespräche: Dialoge mit Grundstückseigentümern führten bisher zu keiner spürbaren Entlastung.
„Ich habe den Eindruck, dass in diesem Bereich oft keine Kontrollen stattfinden.“ – Anwohner (Name anonymisiert)
Bebauungspläne & Rechtsgrundlagen – Was ist erlaubt?
Hintergrund:
Bereits in der Bauphase zur Verschwenkung der Lindenhorster Straße bzw. beim Ausbau der Fürst-Hardenberg-Allee gab es massiven Unmut. Details lassen sich in den
offiziellen Planungsunterlagen von 2005
nachlesen.
Es existieren zwei angrenzende Bebauungspläne, rechtlich unterschiedlich einzuordnen. Interaktive Übersicht:
Geoportal der Stadt Dortmund
.
Fazit: Eine stille Eskalation – Was jetzt passieren muss
Der Konflikt zwischen Anwohnern und Logistikverkehr im Bereich der Lindnerstraße und Fürst-Hardenberg-Allee spitzt sich weiter zu. Es ist ein Lehrstück über verfehlte Stadtplanung, mangelnde Rücksichtnahme der Betreiber und eine Infrastruktur, die den Menschen vor Ort schon lange nicht mehr gerecht wird.
Unsere Forderungen an die Politik und Verwaltung der Stadt Dortmund:
Nutzung prüfen: Klärung und ggf. Beendigung nicht genehmigter Fahrzeugumschläge.
Umwelt- und Bodenschutz: Einhaltung bestehender Auflagen gegen Ölverlust und Bodenbelastung.
Menschenwürdige Infrastruktur: Sanitäre Anlagen für LKW-Fahrer zur Vermeidung von Fäkalienbelastung.
Präsenz zeigen: Intensivere Kontrollen durch das Ordnungsamt (auch nachts).
Sicherheit gewährleisten: Freihalten der Rettungswege und Maßnahmen zum Lärmschutz für Anwohner.
... damit genau so etwas nicht passiert
Quelle: Eigene AufnahmeQuelle: Eigene AufnahmeQuelle: Eigene Aufnahme
Persönliche Einschätzung
Die über einen Zeitraum von rund 20 Jahren gemachten Beobachtungen sprechen gegen eine Einzelfallbetrachtung. Die Abläufe erscheinen vielmehr systematisch und dauerhaft angelegt.
„Wir fordern kein Privileg, sondern lediglich die Einhaltung bestehender Gesetze und den Schutz unserer Lebensqualität.“ – Anwohnerschaft
... und doch gibt es auch die schönen und guten Seiten (Bilder)
1. Wirtschaftsfaktor
Die Lindnerstraße und die Fürst-Hardenberg-Allee in Dortmund besitzen aber gerade wegen ihres gemischten Gewerbe-, Handels- und Industriecharakters positive Eigenschaften, die in ihrer Rolle als Wirtschaftsdrehscheibe für lokale Beschäftigung in verschiedenen Branchen wie Handwerk, Dienstleistungen und Industrie verwurzelt sind.
Das Gebiet trägt eben auch durch sein industrielles Erbe zur Identität Dortmunds bei und zeigt teilweise erfolgreiche Transformationen ehemaliger Industriestandorte in moderne Geschäftsstandorte.
Quelle: Eigene Aufnahme vom 16.10.2013Quelle: Eigene Aufnahme vom 16.10.2013Quelle: Eigene Aufnahme vom 16.10.2013Quelle: Eigene Aufnahme vom 16.10.2013Quelle: Eigene Aufnahme vom 16.10.2013